Winter Rituale
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Winterkerzen Ritual
1. Vorbereitung des Raumes
Lüfte kurz, um alte Energie hinauszulassen. Stelle eine Schale mit Wasser bereit, etwas Salz, deine Kerzen (Weiß –
Schnee,
Reinigung,
Klarheit,
Verbindung zu den Ahnen und zur Cailleach.
Dunkelblau –
Winterhimmel,
Stille,
Weisheit,
Schutz.
Dunkelgrün –
Waldkraft,
Erdung,
Heilung,
Verbindung zu den Naturgeistern. Silber –
Mondlicht,
Übergänge,
Intuition,
die Schwelle zwischen den Welten.
Gold -
das wiederkehrende Licht,
Brigid,
Hoffnung,
Funke des Neubeginns.
Rot –
Feuerkraft,
Herzenergie,
Lebenskraft in der Dunkelheit.
Kombination für ein Winterritual -
Wenn du ein harmonisches, winterliches Ritual möchtest:
Hauptkerze:
Weiß oder Dunkelblau.
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Begleitkerzen: Silber (für die Nacht) und Dunkelgrün (für die Erde). Wenn du Brigid oder das kommende Licht stärker betonen willst: Hauptkerze: Gold oder Weiß. Begleitkerzen: Rot (Feuer) und Silber (Mond). Weiter benötigst du Streichhölzer, Kohle, eine kleine Schale für die Räucherung. Wähle heimische Harze und Kräuter, z. B.:
- Fichtenharz (Schutz, Klärung)
- Kiefernharz (Lebenskraft, Winteratem)
- Wacholder (Reinigung, Übergang)
- Beifuß (Schutz, Schwellenhüter)
- Eichenholz (Stärke, Ahnenkraft)
- Birkenholz (Neubeginn, Licht im Dunkel)
Lege alles in einem kleinen Kreis oder auf einem Tuch bereit. Wenn du magst, kannst du ein Symbol der vier Richtungen oder der drei Welten (Land – Meer – Himmel) integrieren. (Der kleine Kreis / das Tuch – Du kannst dir diesen Kreis wie einen Miniatur‑Weltenraum vorstellen, der die Kräfte sammelt und ordnet. Er dient als heiliger Mittelpunkt, in dem alles, was du verwendest, miteinander in Beziehung tritt. 1: Der Kreis aus Naturmaterialien - Lege deine Gegenstände in einen kleinen Kreis aus: kleine Steine, Tannenzweigen, getrockneten Kräutern, Holzstückchen, Muscheln oder Knochen (wenn du mit ihnen arbeitest. Der Kreis symbolisiert die Schutzlinie und die Grenze zwischen Alltagswelt und Ritualraum. Oder 2: Ein Tuch als Altarfläche - Ein Tuch eignet sich besonders, wenn du unterwegs bist, wenig Platz hast, eine klar strukturierte Fläche möchtest
Farben, die gut zur Winterzeit passen:
- Dunkelblau (Nacht, Tiefe, Winterhimmel)
- Dunkelgrün (Wald, Erde, Ruhe)
- Grau (Stein, Nebel, Übergang)
- Weiß (Schnee, Reinheit, Neubeginn)
Du kannst die vier Richtungen mit kleinen, einfachen Gegenständen markieren. Hier ein Vorschlag, der zu heimischen Materialien und keltisch‑gälischer Symbolik passt:
Osten – Luft (Anáil)
- Feder
- Birkenzweig
- getrocknete Kräuter (Beifuß, Schafgarbe)
Süden – Feuer (Teine)
- kleines Stück Holzkohle
- roter Faden
- ein winziger Feuerstein
Westen – Wasser (Uisce)
- Muschel
- kleine Wasserschale
- Tropfen ätherisches Fichten Öl
Norden – Erde (Talamh)
- Stein
- Eichel oder Eichenrinde
- Handvoll Erde oder Moos
Du legst diese vier Symbole außen um dein Tuch oder deinen Kreis, jeweils in die entsprechende Himmelsrichtung.
Symbole der drei Welten (Land – Meer – Himmel)
Wenn du lieber mit der gälischen Dreigliederung arbeitest, kannst du drei Gegenstände wählen:
Land (Talamh)
- Stein
- Holz
- Erde
- getrocknete Wurzeln
Meer (Muir)
- Muschel
- Wasserschale
- Salz
- Algen oder Treibholz
Himmel (Néamh)
- Feder
- Sternsymbol
- klarer Kristall
- ein Stück weißes Tuch
2. Reinigung des Raumes (Räucherung)
Zünde deine Räucherung (etwas von den Kräutern) an und gehe langsam im Uhrzeigersinn durch den Raum. Sprich dabei:
Ich reinige und segne diesen Raum. Alte Schatten mögen weichen, neues Licht möge kommen.
Verteile den Rauch in allen Ecken des Zimmers und spüre, wie der Raum stiller, klarer und weiter wird.
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3. Eröffnung des Rituals
Setze dich oder stelle dich in die Mitte deines Kreises/Tuch. Lege eine Hand auf dein Herz, die andere über die Hauptkerze.
Sprich:
Ich trete ein in die Winterzeit,
in die Tiefe, in die Stille, in den Atem der Erde.
Möge dieses Ritual mich führen,
mögen die Kräfte des Nordens mich halten.
Atme dreimal bewusst ein und aus.
4. Anrufung der Elemente (Zu den Himmelsrichtungen wenden)
Osten – Luft (Anáil / Atem)
Winde des Ostens, klare Winterluft,
bringt mir Klarheit und Weitblick.
Süden – Feuer (Teine)
Feuer des Südens, Herz der Flamme,
entfache Mut und Lebenskraft in mir.
Westen – Wasser (Uisce)
Wasser des Westens, tiefe Winterträume,
reinigt mein Inneres und schenkt mir Frieden.
Norden – Erde (Talamh)
Erde des Nordens, dunkle Mutter,
halte mich in deiner Stille und Stärke.
5. Anrufung der Wintergötter
Cailleach, Alte Mutter des Winters,
Hüterin der Berge und der Stürme,
sei willkommen in diesem Raum.
Lehre mich Weisheit, Ruhe und Kraft.
Brìghde, Tochter des Feuers,
Hüterin des ewigen Funkens,
sei bei mir in dieser Nacht.
Trage das Licht durch die Dunkelheit.
Geister des Waldes, der Tiere, der stillen Wintererde,
ich ehre euch.
Seid Zeugen dieses Rituals.
6. Die Kerzen entzünden
Halte die Kerzen, nacheinander, in beiden Händen. Spüre ihre Kälte, bevor du sie entzündest.
Sprich:
Aus Dunkelheit geboren,
aus Stille erwacht,
ich entzünde dieses Licht
für Wärme, Schutz und Neubeginn.
Zünde die Kerzen an. Lass den ersten Moment einfach wirken.
Meditiere mit den Flammen und beobachte, wie das Licht wächst. Spüre, wie es dich berührt. Lege und visualisiere nun eine Absicht in die Flammen z.B. Heilung, Ruhe, Klarheit, Loslassen, Neubeginn.
7. Räucherung der Harze und Hölzer
Entzünde eine neue Kohle und lege nun nacheinander deine heimischen Harze und Kräuter auf die Glut. Jedes hat seine eigene Bedeutung.
- Fichtenharz – „Ich kläre den Weg.“
- Wacholder – „Ich schütze und reinige.“
- Eiche – „Ich stärke meine Wurzeln.“
- Birke – „Ich öffne mich dem neuen Licht.“
- Kiefernharz – „Ich stärke dein Herz“
- Beifuß – „Ich löse, was dich bindet“
Lass den Duft mit der Kerzenflamme tanzen. Spüre, wie sich Raum und Seele verweben. Lass dir Zeit.
Wenn du bereit bist, sprich:
Ich danke den Elementen,
den Wintergöttern,
den Geistern des Landes.
Möge Frieden bleiben,
Möge Licht wachsen,
Möge die Dunkelheit heilig sein.
Lass die Kerzen ausbrennen oder lösche sie achtsam mit einem Kerzenlöscher.
8. Abschluss und Erdung
Bedanke dich bei den Elementen und entlasse sie. Trinke einen warmen Tee (Hagebutte, Apfel, Zimt). Erde und zentriere dich. Berühre den Boden oder eine Holzoberfläche. Schreibe, wenn du magst, ein paar Zeilen über das, was sich gezeigt hat.
Die Reste des Rituals verbrennen oder vergraben.
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Kleines Waldritual
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Du brauchst eine heimische Räucherung (Wacholder, Kiefernharz, Fichtenharz, Beifuß, etc.) Räucherschale, Feuerzeug und Kohle. Opfergaben für die Naturgeister wie z.B. Milch, Süßes, Nüsse, ein paar Haferflocken, ein Stück Apfel, getrocknete Kräuter, ein paar Tropfen Wasser, ein kleines Stück Brot, etc.
Gehe langsam und schweigend durch einen Wald, bis du einen Platz findest, der dich „ruft“ – ein Baum, eine kleine Lichtung, ein Moospolster, ein alter Stamm.
Stelle dich hin, lege eine Hand auf dein Herz, eine auf den Boden oder einen Baumstamm. Zentriere dich und verbinde dich mit der Erde und komm an.
Sprich leise:
Ich bin hier.
Ich komme in Frieden.
Ich betrete den Wald mit Achtung.
Atme dreimal tief ein und aus.
Bereite deine Räucherung vor. Entzünde die Kohle und lege die Kräuter auf. Halte die Schale vor dich und reinige dich mit dem Rauch.
Sprich:
Rauch des Waldes,
trage fort, was schwer ist.
Reinige meinen Geist,
öffne mein Herz.
Lass den Rauch kurz über deinen Körper ziehen.
Dann wende dich den Himmelsrichtungen und dem Wald zu und lass den Rauch aufsteigen.
Stell die Schale ab, lege Kräuter nach, um dich dann mit leicht geöffneten Armen, die Handflächen nach außen und oben gerichtet hinzustellen.
Sprich:
Geister des Waldes,
Hüter von Wurzel und Blatt,
von Moos und Schatten,
von Wind und Stille —
ch rufe euch in Achtung und Demut.
Kommt, wenn ihr kommen wollt.
Hört, wenn ihr hören wollt.
Seid bei mir für einen
Moment.
Höre die Stille. Der Wald antwortet nicht mit Worten, sondern mit Präsenz.
Nimm die Räucherung wieder in deine Hände und halte sie in Höhe deines Herzens. Schließe die Augen.Stell dir deine Sorgen als kleine, dunkle Fäden oder Nebel vor.
Atme ein – und beim Ausatmen puste sanft in den Rauch.
Sprich:
Waldgeister, Winde, alte Kräfte —
nehmt, was mich beschwert.
tragt es fort in die Lüfte,
wandelt es, löst es,
bis es wieder Licht
wird.
Lass dir Zeit. Manchmal braucht es mehrere Atemzüge.
Sobald du fertig bist, lege deine Gabe nieder: Niemals Plastik, Metall oder etwas, das der Natur schadet verwenden. Lege die Gabe an den Fuß eines Baumes oder auf einen Stein.
Sprich:
Dies ist mein Dank,
mein Gruß, mein Geschenk.
Nehmt es, wenn ihr wollt.
eilt es mit Erde, Tier und Geist.
Dann lege eine Hand auf dein Herz, die andere nach außen geöffnet.
Sprich:
Waldgeister, Wesen der Stille,
ich danke euch für eure Nähe.
Ich entlasse euch nun
in Frieden und Freiheit.
Geht euren Weg —
und ich gehe den meinen.
Verneige dich leicht in jede Himmelsrichtung.
Dann gehe bewusst und ruhig ein paar Schritte rückwärts, bevor du dich umdrehst und den Waldweg ohne dich umzusehen weitergehst.
Sprich leise:
Der Wald bleibt.
Ich gehe.
In Frieden.